Stellungnahme zum Leserbrief der SPD im Südkurier und Schwarzwälder Boten

5. März 2025

Die SPD und ihr „Glaubwürdigkeitsproblem“

Die lokale SPD, in Person Kai Humphries, äußert in einem emotional etwas aus dem Ruder gelaufenen Leserbrief den Wunsch, man möge ihnen „den Anblick der AfD ersparen“. Es mag den Genossen zwar zunehmend schwerfallen, aber Demokratie kann man lernen. Zu „Toleranz“ und „Vielfalt“ gehört eben auch, dass man wenigstens im Kontext von Gedenkveranstaltungen die linkspopulistischen Lautsprecher abstellt, Kopf und Seele jenen Menschen widmet, die unfassbares Leid und Unrecht erfahren mussten und dabei wenigstens einmal aus Pietätsgründen den Wahlkampfzirkus meidet.

Wer sich um das künftige Wohlergehen der Menschen in Deutschland sorgt, der darf sich nicht auf den einseitigen Blick in die Vergangenheit beschränken. Wie glaubwürdig ist eine Partei, die mit Aydan Özoguz als Bundestagsvizepräsidentin eine offensichtliche Feindin Israels stellt? Eine SPD, die millionenfach Menschen in unser Land lässt, welche zu einem erheblichen Teil Israel „von der Landkarte löschen“ wollen, Juden durch die Straßen Berlins jagen oder auch das Christentum grundtief verachten oder bekämpfen? Wie glaubwürdig ist eine SPD, deren verantwortungslose Migrationspolitik dazu führt, dass wir in nahezu jeder Stadt Deutschlands immer mehr Verfechter des Kalifats vorfinden?

Wer rund 40% seiner Wählerschaft verliert, obwohl er den „Doppelwumms“-Kanzler stellt, der sollte anfangen, darüber zu reflektieren, ob das „Glaubwürdigkeitsproblem“ nicht bei ihm selbst liegt.

Martin Rothweiler